CD-Rezension / Review / Kritik

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Lionhearts Lionhearts CD cover

Lionhearts  „Lionhearts“

(Dependent/Alive)
Nicht komplett andere, aber dafür deutlich ruhigere Töne schlägt Frank Spinath auf seinem Solodebüt an. Und, ganz ehrlich, man fragt sich beim Hören schon, warum er eigentlich nicht schon eher mal im Alleingang eine Platte veröffentlicht hat, denn das selbstbetitelte Erstlingswerk von Lionhearts ist wirklich großartig! Sphärisch, fast schon soundtrackartig kommen die zwölf Songs daher, tragen aber dennoch die stilistische Seele von Spinaths anderen Projekten wie Seabound oder Edge Of Dawn – was natürlich auch an seiner unverkennbaren Stimme liegt. „Kite“ lässt den Hörer davon schweben, „Murder“ öffnet sich in der zweiten Hälfte ganz wunderbar und lässt – trotz der schaurigen Thematik - die Sonne rein, „Gone“ hingegen erinnert stark an alte, ruhigere NIN-Stücke – der Wahl-Saarländer kann es einfach, das wird einmal mehr klar. Auch die Handschrift von Producer Ben Lukas Boysen a.k.a. Hecq ist deutlich herauszuhören und war eindeutig die beste Wahl, um den Songs von Lionhearts den perfekten Schliff zu verleihen. Hoffentlich bleibt es nicht bei dieser einen Veröffentlichung.
Catrin Nordwig

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 06/2017.
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2017 Sonic Seducer Magazin

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