CD-Rezension / Review / Kritik

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hightone ekphrön

High Tone
„Ekphrön“
(Jarring Effects/Broken Silence)
Abwechslungsreichtum war ja schon immer das Credo der französischen Dub-Meister High Tone. Doch vier Jahre nach dem gigantischen „Out Back“ dreht das Quintett aus Lyon noch gewaltiger am Ideenrad. Auch wenn es in regelmäßigen Abständen auf „Ekphrön“ tiefbassig groovt, fallen vor allem ambiente Strukturen und Anklänge von Weltmusik ins Auge, die sich in deutlich experimentellere Tracks einarbeiten. Mit „Until The Last Drop“ wird es dann erstmals konventioneller, wenn Shanti-D zum Mikro greift und eine Spur Massive Attack in die Ohren haucht. Es ist einer der wenigen Momente, in denen High Tone mit „Ekphrön“ kommerziellere Gefilde erreichen, doch diese werden im Dubstep-Gewitter von „Raag“ wieder in der Luft zerrissen. So bleibt nach erstmaligem Hören vorrangig der Eindruck, dass das Album allzu zerfasert wirkt und die stilistische Bandbreite im Gegensatz zu den vorangegangen Longplayern nicht ausreichend zusammengehalten wird. Dabei ist „Ekphrön“ keinesfalls ein schlechtes Album, eher eine Tracksammlung, die es mit Vielfältigkeit gelegentlich übertreibt.
Torsten Schäfer


Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 07-08/2014.

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