CD-Rezension / Review / Kritik

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hydrone chronos

hyDrone
„Chronos“
(Hands/Cargo)
Nach einigen Releases bei kleinen Labels verschlägt es den Griechen Panos K. nun auch mit hyDrone zu Hands. Der signifikante Unterschied zum zweiten Projekt Libido Formandi ergibt sich aus dem Energiegehalt. Das ältere Projekt von beiden, das mit „Chronos“ den dritten Longplayer veröffentlicht, ist auch das deutlich entspanntere. Die Gewichtung liegt hier eher auf Atmosphäre denn auf Härte und Tanzbarkeit. Die Tracks sind reduziert und steril. Aus lärmigen Flächen, Sprachsamples und akzentuierten Sounds werden düster-ambiente Kulissen mit luftigen Strukturen gebildet. Bei „Backwards“ kommt ein verhaltener Beat hinzu, in „Passing Time“ knistert es rhythmisch, ansonsten entsteht die Spannung eher hintergründig mittels fetter Bass-Drones. Man muss es der Scheibe also schon gleichtun und viel „Zeit“ mitbringen, um für die zweifellos in großem Maße vorhandenen Reize offen sein zu können.
Jörn Karstedt

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 06/2014.

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