CD-Rezension / Review / Kritik

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God Destruction Redentor CD Cover

God Destruction „Redentor“

(Insane Records)
Es ist wirklich zum Verrücktwerden: In der einen Sekunde trauere ich noch meiner Lieblingsband Unheilig nach, in der nächsten kann von Niedergeschlagenheit überhaupt keine Rede mehr sein. Mit Musik, wie Der Graf sie einst verkörperte, haben God Destruction freilich nichts zu tun, stattdessen bietet der Sound der Mexikaner völlig andere Vorzüge – wer hier nicht auf andere Gedanken kommt, macht irgendwas verkehrt. Wie ihre prominenteren Landsleute von Hocico und Amduscia liefern God Destruction teuflisch krachigen Harsh Electro – angereichert mit Gitarren sowie netten melodiösen Parts. „Redentor“, das spanische Wort für Erlöser, ist sicher kein zufällig gewählter Albumtitel: (Anti-)Religiöse Anspielungen ziehen sich nicht nur durch das Coverartwork der aktuellen Scheibe, sondern kennzeichnen das gesamte bisherige Werk der Formation. Sicher nicht jedermanns Sache, aber in diesem Punkt bleibe ich meiner Devise treu: Lieber unheilig als scheinheilig.
Nadine Gorzschmied

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2017.
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