CD-Rezension / Review / Kritik

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ensemble economique melt into nothing

Ensemble Economique
„Melt Into Nothing“
(Denovali/Cargo)
Für den jüngsten Streich seines umtriebigen Ensemble Economique hat sich Brian Pyles Sophia Hamadi (Opale) und DenMother ins Studio geholt. Dem düsteren Grundtenor des Vorgängers „Interval Signals“ bleibt er auf „Melt Into Nothing“ weitestgehend treu, auch wenn sich das Ensemble diesmal deutlich stärker am konventionellen Songaufbau orientiert – ohne dafür auf nebelverhangene Bilder verzichten zu müssen. In den sechs Songs wird mehr als einmal ordentlich in Richtung des 4AD-Universums geschielt, was erneut den Stellenwert des Kultlabels unterstreicht. Im Mittelpunkt der Instrumentierung stehen der effektbeladene Gitarrensound, Orgel und Synthstreicher. „Never Gonna Die“ erinnert nach langer Zeit daran, dass Dubtechniken und Gothic gemeinsame Wege beschreiten können. (Leider nur) 35 Minuten Tristesse Royal für Ü40-Schwarzkittel und alle, die es werden wollen.
Sascha Bertoncin

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 07-08/2014.