CD-Rezension / Review / Kritik

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dunkelschön vergehen und werden

Dunkelschön
„Vergehen & Werden“
(Banshee Records/Alive)
Sechs Alben in zehn Jahren. Mit ihrem jüngsten Werk „Vergehen & Werden“ setzen Dunkelschön ihren musikalischen Weg im Celtic-Folk nahtlos fort. Textlich und musikalisch entstammen die neuen Titel überwiegend eigenen Ideen, was den großen Vorteil hat, dass Chefdenker Michael Kaiser und seine Kollegen ihre Emotionen individuell umsetzen konnten. Eine Ausnahme bildet „Lenore“, das eine außergewöhnlich gelungene Interpretation eines Textes von Edgar Allan Poe liefert. Vorgetragen in der Erzählstimme von Reinhart von Stolzmann, entwickelt dieses ruhige Stück geradezu hypnotische Qualitäten. Kraftvoll und dynamisch fällt „Übers Meer“ aus, das die rockigen Vorlieben der vielseitigen Formation betont. Stück für Stück entfaltet sich so eine musikalische Welt. Der Albumtitel wird nicht nur inhaltlich, sondern auch in allen Klangfarben zum Leben erweckt. Ist man der Band erst in das von ihnen besungene „Morgenland“ gefolgt, so lässt es sich dort ausgezeichnet verweilen.
Peter Heymann

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 06/2014.

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