CD-Rezension / Review / Kritik

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death destruction II

Death Destruction
„II“
(Gain Music/Sony)
Die Metal-Schweden sind nach ihrem Debütalbum 2011 wieder auf der Bildfläche aufgetaucht. Im Gepäck ihr neues Album mit Sänger Tony Jelencovich (Ex-Mnemic, Ex-B-Thong), der den abgewanderten Jimmie Strimell (Dead By April) ersetzt. Das tat der Band hörbar gut, denn die energetisch-prägnante Stimme von Jelencovich setzt weniger auf rabiate Growls, sondern auf kraftvollen cleanen Gesang. Insgesamt ist die neue Studioplatte wesentlich breiter aufgestellt, was das Soundspektrum betrifft, und beinhaltet mehr catchy Melodien. Das wiederum macht die Tracks eingängiger, trotz biestigem Riffing und donnernden Drum-Parts. Hier macht die Mischung von Härte und Wohlklang die Musik, was ein größeres Publikum ansprechen dürfte. Das Album wurde von Roberto Laghi produziert, der bereits mit Schwedens Metal-Schwergewicht In Flames erfolgreich gearbeitet hatte. Allen voran die Auskopplungen „Money, Blood, Crucifixus“ und „Set The Sail“ zeigen prächtig die neue Gangart in Richtung Groove Metal, wobei der Gesang immer wieder an Ikonen wie Faith No More erinnert. Starke Platte.
Erik Rössler

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2014.