CD-Rezension / Review / Kritik

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Deconbrio Hail To The Liars Throne CD Cover

Deconbrio „Hail To The Liar’s Throne”

(Digital World Audio/Audioglobe)
Ganz typischer Industrialmetal; aus den Staaten natürlich. In den frühen 90er-Jahren um Protagonisten wie NIN, Ministry oder KMFDM einmal neu und aufregend, hat sich das ganze 20 Jahre später zu einem traditionellem Rockgenre entwickelt. Vorliegende Band orientiert sich mit ihrer gelungenen Mischung aus Metal und elektronischen Beats tatsächlich an den alten Meistern, in melodiösen Momenten („Division“) allerdings eher an Linkin Park als an die alten Recken erinnernd. Zudem sind die aggressiven Shouts bisweilen am HipHop orientiert; auch das ist ein großer Unterschied zu 1993. „Hail To The Liar’s Throne” ist nur digital oder als Japan-Import erhältlich. Eine eher harte Nuss für die Sammler zu knacken. Aber, obwohl: So klein ist das Label, das vorher auf den Namen Deathwatch Asia hörte, nun auch nicht. Denn seit 2005 aktiv, mauserte sich DWA langsam zu einem weltweit angesagten Label. Und auch Deconbrio blicken schon auf eine beachtliche Discographie seit 2008 zurück - So klein ist die digitale Welt offensichtlich nicht, denn hierzulande haben bislang nur absolute Spezialisten etwas von der Band um Danny Rendo mitbekommen. Für Genrefans trotzdem eine ganz sichere Sache. Und den ganzen April in den USA auf Tour. Ich wollte es nur erwähnt haben.
Uwe Marx

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2017.