CD-Rezension / Review / Kritik

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frontal lass uns tanzen-2014

Frontal

„Lass uns tanzen“
(emmo.biz/NovaMD)
Der Albumtitel ist unbedingt als Aufforderung zu verstehen. Sänger Alex Wobig und Drummer Danny Rehm bitten mit ihrem vierten Album nicht einfach zum Tanz, sie zwingen ihre Hörerschaft, die sie aus der EBM-Szene rekrutieren, regelrecht. Das Duo aus Rostock hat sich voll und ganz der minimalen EBM-Variante verschrieben. Alle zehn Songs treibt eine starke Basslinie an. Dazu kommen nette Synthie-Melodien, elektronisches Drum-Feuer und deutscher Gesang mit knappen, tiefen, cleanen Vocals. Diese gestalten sich allerdings weniger parolenartig als bei DAF etwa oder den noch eher vergleichbaren Jäger 90, sondern erzählen kleine Geschichten mitten aus dem Leben. Die Hälfte der Stücke geht mit Hochgeschwindigkeit auf die Zwölf („Küss mich“), andere schlagen gern auch mal gemächlichere Töne an, grooven teils sogar etwas („i-Generation“) oder schließen die Lücke zwischen Oldschool-EBM und Electropop wie das Titelstück. An das Albumende wurden ein Remix von Orange Sector sowie eine von Jäger 90 interpretierte Version von „Lass uns tanzen“ als Bonus gepackt. Geht ab!
Jörn Karstedt

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 03/2014.


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