CD-Rezension / Review / Kritik

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william fitzsimmons lions-2014
William Fitzsimmons
„Lions“
(Grönland/Rough Trade)
Folk-Freunde mit Schwäche für emotionale, alternative Liedermachern sollten sich „Lions“ schnellsten zulegen. Waren seine bisherigen Langrillen allesamt recht melancholische Kunstwerke, verfällt der Sangesmann aus Illinois auf seiner neuen in ungewohnt euphorische Klänge. Das steht ihm und seiner Musik sehr gut, wobei er nie den Hang zur Ruhe verliert. Auf seinem sechsten Album verarbeitete er insbesondere seine persönliche Entwicklung. Herausstechend ist einmal mehr seine autarke und überaus berührende Stimme, die den Hörer immer wieder mitnimmt auf eine sehr sphärische, von Gitarren getragene Reise in unverwechselbare Musiklandschaften. Der sympathische Rauschebart zeigt mit Songs wie „Fortune“, dass die Integration von sanften elektronischen Klangen gut zu seinen Kompositionen passt. Ein künstlerisch wertvolles Stück Musik, das sonniger klingt als seine Vorgänger, emotional auflädt und mitreißt.
Erik Rössler

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 03/2014.