CD-Rezension / Review / Kritik

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dread in dub 2017
Dread
„In Dub“
(Ant-Zen)
Dub-Techniken sind im Schaffen von Brian Lustmord keine unbekannten Komponenten. Man denke an das „D Is For Dubby“ Remixalbum für Puscifer oder die Remix-EP zum eigenen „[other]“-Album. Somit ist eigentlich nur konsequent, dass der Dark Ambient-Pionier ein eigenes Dub-Projekt gründet, um sich – abseits des regulären Lustmord-Outputs - ganz auf fließende Bässe und verhallte Beats konzentrieren zu können. Anders als bei den Industrial-Dub-Kollegen Scorn zeichnen sich Dread-Tracks nicht durch die Abwesenheit jeglicher Lebensbejahung aus. Lustmords Vorliebe für Höhlen, den Weltraum und sonstige dunkle Orte ist auch auf „In Dub“ allgegenwärtig, steht aber nicht im Fokus. Im Mittelpunkt steht hier eindeutig die Interaktion mit der Lücke zwischen den Sounds, für die neben Lustmord unter anderem Wes Borland von Limp Bizkit an der Gitarre verantwortlich zeichnet. Anspieltipp: „Blood Into Dub“ mit unverhohlenen Anleihen an Ennio Morricone: Jamaika und der Wilde Westen liegen näher beieinander, als man im Allgemeinen denkt.
Sascha Bertoncin

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2017


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