CD-Rezension / Review / Kritik

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elyson someplace better

Elysion

„Someplace Better“
(Massacre/Soulfood)
Die griechische Gothic Metal-Formation präsentiert drei Jahre nach ihrem Debüt „Silent Scr3am“ ihr zweites Album. Schon beim ersten Anhören zeigt sich, wie gut es der Truppe um Fronterin Christianna getan hat, sich jene Zeitspanne für das aktuelle Werk zu nehmen. Wesentlich vielschichtiger, abwechslungsreicher und mit jeder Menge kreativer Liebe zum Detail kommt die neue Platte daher. Besonders positiv fällt auf, dass das Quintett keine Scheu mehr davor hat, seine ganz eigene prägnante Handschrift in der Musik zu hinterlassen. Somit läuft das Album nicht Gefahr, wie ein schwacher Abklatsch bekannter Szenegrößen zu klingen, sondern überzeugt mit persönlicher Note und Charakter, innovativen Nummern, einer guten Mischung aus Härte und Melodik und ist einfach zu 100 Prozent Elysion. Sängerin Christianna entpuppt sich als Gesangstalent und vermag die kräftig-brachialen Parts stimmlich einwandfrei zu transportieren. Sie versteht es ebenso, die melancholischen Stücke gefühlvoll zu singen. Mit ihrer Stimme setzt sie spannende Akzente und kleidet jedes Lied in ein authentisches und dynamisches Gewand. So entstanden elf gelungene Dark Metal-Nummern veredelt mit epischer Schönheit („Made Of Lies“, „Transparent“), druckvollem Bombast („Our Fate“, „In Despair“) und aufgepeppt mit progressiven Elementen („Fairytale“, „What Lies Beneath“), die deutlich machen, dass Elysion auf dem richtigen Weg sind. Schön.
Jasmin Froghy

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2014.

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