CD-Rezension / Review / Kritik

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donamorte gemini

Donamorte

„Gemini“
(Space Race/Broken Silence)
Das 2011 gegründete Projekt Donamorte bezeichnet seinen Stil als Gothic Rock Trance und liegt damit ganz schön daneben. Denn die italienische Band, die sich stets in stilbewusstem Schwarz kleidet, klingt nach noch viel mehr. Auf ihrem Debütalbum „Gemini“ vereinen Armand Donamorte, Garmo und Kaos viele weitere Stile – egal ob melodische Synthesizer oder ätherischen Düster-Pop. Mit einem Glockengewitter schlagen Donamorte die erste Seite von „Gemini“ auf. Die Geschichte kann beginnen, die Reisenden ihren Marsch antreten. „Can’t You Feel“ schließt sich nahtlos an und besitzt genau wie „End Of Your Reign“ echtes Hitpotential. Ein wenig mehr Electro-Attitude haben Armand und seine Jungs in „I’ll Be Dust“ verarbeitet. Das zum Fürchten düstere Instrumentalstück „In The Woods“ fungiert als Einleitung und Wegbereiter zu „Necronomicon“, das sich nicht weniger angsteinflößend präsentiert. Aber auch die weiteren Stücke auf „Gemini“ überzeugen. Ganz besonders dann noch einmal der finale Titel „Charade“, in dem Armand singt, dass das Leben auch nur ein Spiel ist. Amen.
Maria Madaffari

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2014.