CD-Rezension / Review / Kritik

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aeons confer symphonies of saturns

Aeons Confer
„Symphonies Of Saturnus“
(Eigenproduktion)
Über 14 halsbrecherische Tracks erstreckt sich das musikalische Universum, welches die hanseatische Formation für ihr Debütalbum „Symphonies Of Saturnus“ erschaffen hat. Der Stil: Modern Symphonic Dark Metal. Die Spieldauer des atemberaubend druckvollen und astronomisch atmosphärischen Drehers: Fast 80 Minuten. Respekt. Da wurde also mächtig rangeklotzt von dem Sextett. 1997 ins Dasein erhoben, muss die aus großen Visionären bestehende Band bis heute gar nächtelang bis zur Erschöpfung an ihren Fertigkeiten geschuftet haben. Denn das spielkulturelle Spektrum von Aeons Confer greift ebenso weit wie tief und diszipliniert nach den Sternen. Dimmu Borgir, Emperor, Behemoth, Arcturus, alles hochgradig inhaltsträchtige Namen, die mir beim abwechslungsreichen Erfahren dieser überraschungsreichen Scheibe als erste in den Sinn kommen. Bei allem Anspruch erschließt sich das kollektiv reibungsfreie Trachten der Beteiligten nach wirklicher Innovation, funktionierender Komplexität überwiegend erfreulich erschöpfend. Können apokalyptisch stimmende Klassikarrangements neben elektronischen (SciFi-)Samples in derlei knallhartem Metal-Überdruck tatsächlich (gleich)wertig koalieren? Ja, das geht, wie dieses monströs-explosive Düsterspektakel mit Nachdruck unter Beweis stellt.
Markus Eck

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2014.

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