CD-Rezension / Review / Kritik

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Cesair Omphalos CD Cover

Cesair „Omphalos“

(Fuchsteufelswild Records/Edel)
Zu sagen, das Debüt „Dies, Nox Et Omnia – Sine Fine“ hätte mich anno 2015 begeistert. ist schlicht untertrieben. Dass die Erwartungen ans folgende „Omphalos“ entsprechend riesig sind, versteht sich von selbst. Benannt nach einem griechischen Kultstein, der angeblich als Meteor zur Erde fiel und der Nabel der Erde sein soll, wurden den neuen Stücke in den letzten zwei Jahren sowohl in der sich verändernden Cesair-Besetzung als auch von Gastmusikern wie Stephan Groth (Faun) eingespielt. Gemeinsam ist den Titeln die Fähigkeit, aus einer ganzen Reihe von weltmusikalischen Quellen zu schöpfen und doch ein wunderbar geschlossenes Gesamtbild zu erzeugen. Orientalische Elemente finden sich ebenso wie Nordic Folk-Anteile. Der Gesang wird oftmals zum Chor ausgebaut, was den Stücken zusätzliches Volumen verleiht. Viel Wert wurde bei der Produktion aus den Händen von Fieke van den Hurk offensichtlich auf ein volles Klangbild gelegt, so dass manchmal der ein oder andere Song etwas überfrachtet wirkt. Kein Grund jedoch, sich nicht vom mannigfaltigen Instrumentarium oder den lieblichen Stimmen verzaubern zu lassen. Einmal mehr legen Cesair die Messlatte für Mystic-Folk ein Stück höher.
Peter Heymann

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 10/2017.
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