CD-Rezension / Review / Kritik

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Emil Bulls Kill Your Demons CD Cover

Emil Bulls „Kill Your Demons“

(AFM Records/Soulfood)
Im Jahre 2017 braucht sich kein Mensch beschweren, dass es zu wenig Alternative-Metal-Bands gibt. Das Problem ist dabei nur, dass es zu viel Austauschbares, Belangloses und Uninspirierendes aus dieser Musikecke gibt. Gut, dass es die Münchner Bullen gibt, die ihre Hörner angespitzt haben und zum Sturmlauf bereit sind. Dies mit ihrem neunten Studioalbum „Kill Your Demons“, das ihre Chartstürmerplatte „Sacrifice To Venus“ aus dem Jahre 2014 sogar noch überflügelt. Wer hätte das gedacht? Die Jungs trampeln mit jedem der zwölf Tracks unfassbar eingängig im Ohr herum. Wohlgemerkt stets mit wohldosiert harten, aber auch supermelodischen Tönen. Dieser mitreißende Vibe der Platte steckt an und treibt Fans direkt ein breites Grinsen ins Gesicht. Die Emil Bulls überzeugen auf ganzer Linie mit starken Arrangements und Kompositionen. Bereits der titelgebende Opener legt mit Wucht und Dynamik los, die sich bis zum Ende hält. Es ist schwierig, einzelne Tracks hervorzuheben, wobei gerade Songs wie „Black Flags“ oder „Euphoria“ extreme Ohrwurmqualität besitzen. Richtige Rocker sind zudem „The Anatomy Of Fear”, „Levels And Scales” sowie „Once And For All”. Eigentlich kann man sich an dieser Stelle dann auch kurzfassen. Nach 22 Jahren Bandbestehen und acht Studioalben hat Platte Nummer Neun das mit Abstand Beste zu bieten, was die Emils Bulls jemals in die Musikwelt geschossen haben.
Erik Rössler

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 10/2017.
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Saturday the 18th.
2017 Sonic Seducer Magazin

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