CD-Rezension / Review / Kritik

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corroded defcon zero 2017
Corroded
„Defcon Zero“
(Despotz/Cargo)
Mit „Defcon Zero“ liefern Corroded das erste Album in fünf Jahren und damit ihr viertes Werk ab. Man sollte sich vom Intro im ersten Song „Carry Me My Bones“ mit dem verträumt akustischen Gitarrenspiel nicht täuschen lassen, denn schnell wendet sich das Blatt, erst doomig, dann puristisch in Richtung Metal. Dieses Album ist definitiv das härteste und düsterste, welches Corroded bislang vorzuweisen haben. Dabei haben sie aber auch aufgepasst, dass sie die Fans ihrer alten Werke nicht überfordern. Dieser Spagat ist gelungen, denn man donnert nicht mit brachialen schnellen Rhythmen durch die elf Songs, sondern schafft sich mit ordentlich Heavy Metal ein fetziges Fundament, welches beim Headbangen auch trainierte Nackenmuskeln kräftig strapaziert. Es ist kein politisches Album geworden, dennoch lohnt es sich, zwischen den Zeilen zu lesen, zum Beispiel in „Day Of Judgement“ oder „Fall Of A Nation“. „Defcon Zero“ ist folglich nicht nur ein Album, welches für Konzerte prädestiniert ist, sondern sich auch bestens eignet, um in Ruhe im heimischen Player eingelegt zu werden.
Christian Haase



Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2017


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