CD-Rezension / Review / Kritik

Drucken
controlled collapse ptsd 2017
Controlled Collapse
„Post-Traumatic Stress Disorder“
(Alchera Visions)
Oh, ein neues Combichrist-Album? Ach nee, doch nicht – klingt aber exakt so! Das polnische Gespann von Controlled Collapse hat es echt raus, den Sound von Andy LaPleguas Mannen 1:1 zu emulieren – das kann man jetzt gut oder schlecht finden. Wer den letzten hundertprozentigen Hardcoremetal-Longplayer von Combichrist nicht so mag, der sollte vielleicht auf „Post-Traumatic Stress Disorder“ zurückgreifen, denn hier gibt es Electro mit Metal-Einschlag, ohne reine Hardcore-Ausraster. Allerdings ist die Stimme von Sänger Wojciech Król, wenn er nicht growlt, sondern clean singt, leider etwas zu hoch (erinnert dezent an Julien-K) und nicht so lasziv-sexy wie Andys – passt zwar, verleiht dem Ganzen aber einen etwas weicheren Touch und strahlt weniger Bad Boy-Attitude aus. Die zwölf Songs auf Studioalbum Nummer vier sind allesamt echt ordentlich, dick produziert und catchy, aber es wirkt alles ein wenig wie nach Lehrbuch gestrickt. Die Lockerheit und Experimente fehlen; in dieser Hinsicht sollte man sich für den kommenden Longplayer vielleicht etwas entspannen.
Leah Weststedt



Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2017



Powered by Spearhead Software Labs Joomla Facebook Like Button
Tuesday the 12th.
2017 Sonic Seducer Magazin

©