CD-Rezension / Review / Kritik

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black magic six choose death 2017
Black Magic Six
„Choose Death“
(Svart Records/Cargo)
Zu welcher Musik würde Satan wohl mit dem Arsch wackeln? Ich denke, die Finnen von Black Magic Six hätten mit Songs wie „Shake Shake Shake“ durchaus realistische Chancen, den Fürsten der Finsternis dazu zu bewegen, sämtliche Contenance fahren zu lassen. Oder würde er vielleicht lieber mit einer schwarzen Rose zwischen den Zähnen zum seltsamen Banjo-Tango „All Night Long“ die Tanzfläche unsicher machen? Es ist ja nicht so, dass die Finnen mit teuflischen Einfällen geizen würden. Sollte der Gehörnte gerne Luftgitarre spielen und seine drei goldenen Haare schwingen, wäre „Red Cloud“ die richtige Wahl. Zu „Golden Jackal“ wäre ihm garantiert ebenfalls ein großer Auftritt sicher. Am besten in Begleitung sündig leicht bekleideter Ladys. Für die Performance vor den verdammten Seelen gekiffter Bluesrocker empfiehlt sich hingegen „Raw“, das im Mittelteil mustergültig psychedelisch am Rad dreht. So oder so: Black Magic Six hauen mit ihrem neuen Album ein höllisches Manifest des schmutzbefleckten Blues raus, das Ministranten nur klammheimlich in den CD-Player legen dürfen, wenn niemand außer den sieben Todsünden zugegen ist. Tom Waits dürfte gutheißen, was das Duo und seine Kollaborateure hier treiben, und wäre Johnny Cash je in Versuchung geraten, die Garage zu rocken, dann wohl am ehesten beim Kontakt mit einer Band wie dieser. Now „Grease The Machine“ und clap your hands, everybody!
Christoph Kutzer



Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2017



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