CD-Rezension / Review / Kritik

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„Feathers & Flesh”
(Another Century/Sony)
Eine Dekade ist vergangen, seit diese schwedische Band ihr Debütalbum „Thoughts Of No Tomorrow” veröffentlicht hat. Aus einem Kreis von Siebzehnjährigen ist ein eingeschworener Verbund von Siebenundzwanzigjährigen geworden; und so mag es nicht allzu verwunderlich sein, dass das nunmehr sechste Studiowerk von gereifter Souveränität und überzeugender Versiertheit kündet. Das Opus bietet eine nicht alltägliche Melange aus Rock, Metal und Indie-Flair, welche die Einzigartigkeit der Kapelle womöglich nachhaltig untermauern wird. Elemente aus den Siebzigern umgarnen moderne Klang-Komponenten in einer eigentümlichen und perfekt umgesetzten Art und Weise, sprich: die Neunzigerjahre des letzten Jahrhunderts dominieren dieses Werk mit harschen Riffs der tiefgestimmten Gitarren, doch immerzu bleibt Freiraum für Ausflüge in noch länger dahingegangene Jahrzehnte. Anleihen an die Beatles, an Queen oder die frühen Fleetwood-Mac-Platten sind keinesfalls Zufall, sondern gewollt. Dieses Album verbindet Vergangenheit und Zukunft durch seine unaufdringliche und deswegen wahrscheinlich umso überzeugendere Mischung aus traditionellem Progressive Rock und modernem Metal. Und wer noch nicht den 1969er-Song „The Green Manalishi” von Peter Green kennt, der mag in das Stück „Raven Wine“ hineinhorchen und beschließen, Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft alsbald neu zu beurteilen.
Kym Gnuch

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 06/2016.


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