CD-Rezension / Review / Kritik

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caliban gravity


Caliban
„Gravity“
(Century Media/Sony)
Neben Heaven Shall Burn zählen Caliban aus dem Ruhrgebiet zu den Metalcore-Institutionen Deutschlands. Präsentierte die Band auf ihrer letzten Platte „Ghost Empire“ bereits einen ausgereifteren Sound, so wurde dies mit ihrer nunmehr zehnten Studioscheibe weiter ausgebaut. Allerdings gehen sie dieses Mal noch einen Schritt weiter. Ihr neuer Dreher ist wohl mit das biestigste, düstereste Album seit Bandbestehen. Und doch behalten sie ihren Signature Sound bei, nur mit dem Unterschied, dass die Tracks gewaltiger und härter als zuvor erklingen. Da wird bei jedem der zwölf Tracks richtig gewütet und dennoch verlieren sie bei all dem Krawall weder Rhythmik noch Melodie. Fronter Andreas Dörner gibt hier wirklich alles und bringt die fein geschliffenen Arrangements richtig in Wallung. Ja, das lärmt überaus gut und geht direkt durch den Gehörgang, um in der Zentrale auf hemmungsloses Losrocken zu schalten. Die bösen Shouts sind einfach ein Brett in Verbindung mit dem wütenden Riffing. Hervorzuheben sind Tracks wie „Who I Am“ , „Left For Dead“, „Walk Alone“ sowie das epische „For We Are Forever“. Alles in allem sind Caliban den richtigen Schritt nach vorn gegangen. Die dunkle, härtere Gangart macht diese Platte zu einer ihrer besten.
Erik Rössler

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2016.


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