CD-Rezension / Review / Kritik

Drucken
arkona-yav

Arkona
„Yav“
(Napalm/Universal)
Sehr deutlich ist zu hören, wie die Moskauer Pagan Folk Metal-Regenten für dieses siebte Album sämtliche klangliche Klischees endgültig hinter sich lassen wollten, die das Genre seit dem erlebten Boom so hartnäckig plagen. Für die schon immer entschlossenen Arkona ein Leichtes, schließlich lösten sie sich bereits mit dem brillanten 2011er Vorgänger „Slovo“ noch weiter und noch edler von all den vorherrschenden Niederungen. Einmal mehr gereift und noch seriöser präsentieren sich Sängerin Masha ,Scream‘ Arkhipova und ihre Getreuen auf „Yav“. Neun echte Lieder im wahrsten Sinne des Wortes, zeitlos schön und allesamt auf jeweilige und individuelle Weise jede Sekunde unter die Haut gehend. Erhaben weit gerahmt wird das Ganze von teils sogar monumentaler Epik. Doch auch sonst bringen Arkona auf „Yav“ in tief beeindruckender Art eine majestätisch-triumphale Aura zu leuchtend pulsierendem Leben. Verträumtes ist inklusive. Glücklicherweise ist das elitäre Gesamtwerk sowieso völlig frei von unnötigen Extremen und entbehrt jedweder Anbiederung. So berauschend vielfältig, so unterhaltsam stimmungsvariabel, so erhebend visionär und so wohltuend ästhetisch habe ich die Formation als Begleiter der allerersten Stunde noch nie gehört.
Markus Eck

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2014.


Powered by Spearhead Software Labs Joomla Facebook Like Button
Sunday the 19th.
2017 Sonic Seducer Magazin

©