CD-Rezension / Review / Kritik

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beyond the black songs of love and death

Beyond The Black
„Songs Of Love And Death“
(Airforce 1/Universal)
Ihre noch relativ junge Bandzusammengehörigkeit hört man Beyond The Black in keiner Sekunde an. Ganz im Gegenteil: Die Truppe um Frontdame Jennifer Haben verfügt über ein gesundes Selbstvertrauen in Sachen eigenes Können, was sich in der Debütplatte „Songs Of Love And Death“ nur all zu gut widerspiegelt - von Unsicherheit keine Spur. Es scheint, als wüsste die ambitionierte Combo von der ersten bis zur letzten Note ganz genau, wohin die Reise gehen soll. Dementsprechend ausgereift und komplex mutet das Erstlingswerk des Sextetts an, welches eine schöne Mischung aus Gothic und Symphonic Metal kredenzt. Und obwohl die Songs alle durch ein facettenreiches Spektrum überzeugen - ebenso folkloristische oder klassische Elemente beinhalten - wirken die Nummern am Ende dann doch sehr homogen. So verschmelzen epische Opulenz („In The Shadows“, „Running To The Edge“) und sehnsuchtsvolle Melancholie („Unbroken“, „Pearl In A World Of Dirt“), trifft symphonischer Bombast („When Angels Fall“, Drowning In Darkness“) auf glamourösen Pop-Appeal („Hallelujah“). Insbesondere Sängerin Jennifer prägt den abwechslungsreichen Soundkosmos der Band, verfügt sie doch über eine glasklare Stimme, die in den kraftvollen Lagen gleichermaßen brilliert wie in den gefühlvollen Passagen. Fazit: Als Debüt ein echter Volltreffer mit jeder Menge Tiefgang und Hitpotential. Für Fans von Within Temptation, Sirenia, Leaves’ Eyes oder auch Nightwish sicherlich eine Kostprobe wert.
Jasmin Froghy

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2015.