CD-Rezension / Review / Kritik

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angels and agony monument

Angels & Agony
„Monument”
(Out Of Line/Rough Trade)
Die Future-Pop-Delle haben Angels & Agony geschickt ausgesessen und die fast achtjährige Pause zudem zum Großreinemachen genutzt. So ist das einstige Quartett zum Duo zusammengeschmolzen und arbeitet auf seinem vierten Album „Monument“ überdies neue Strömungen mit ein. Ist schon der Kinderchor des titelgebenden Openers durchaus ungewöhnlich, fallen auf anderen Tracks die mitunter recht markanten Gitarrenriffs aus dem bislang rein elektronischen Rahmen. Der niederländische Geschäftsführer Reinier Kahle gesteht zudem ein, dass er vielleicht die ein oder andere Ballade zugunsten eines schnelleren Songs hätte austauschen können. Zwar enthält „Monument“ auch so manchen Pulsbeschleuniger - wie etwa „Shine“, „Omen“ oder „The Road Not Taken“. Was von diesem Album aber primär nachwirkt, sind große Emotionen und ein raumgreifender Sound. Sicher nicht die schlechteste Visitenkarte für den Wiedereintritt. Um ihre alten Fans vollends zurückzugewinnen, sollten Angels & Agony allerdings zeitnah nachlegen.
Marc Urban

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2015.