CD-Rezension / Review / Kritik

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dale cooper quartet and the dictaphones quatorze pieces de menace

Dale Cooper Quartet & The Dictaphones
„Quatorze Pièces De Menace“
(Denovali/Cargo)
Während ihre Labelkollegen Piano Interrupted David Lynch im Albumtitel zitieren, verweist das Dale Cooper Quartet mittels Bandnamen dauerhaft auf Lynchs Klassiker „Twin Peaks“. Die Uhren in der Nachtbar, in denen die Dictaphones bis an ihr Lebensende spielen müssen, sind allesamt Schlag Mitternacht stehengeblieben – was nicht zum Stillstand im Schaffen der Franzosen führte. Die Parameter des Dark Jazz haben sich im Vergleich zum Vorgänger etwas von den Insignien des Jazz wegbewegt. Diese Verschiebung führt nicht ausschließlich zu einem Mehr an Düsternis, sondern bringt auch - als eigentlich logische Konsequenz - eine Spur von TripHop ins Spiel, was sich als hervorragendes Betätigungsfeld für die Stimmen von Gaëlle Kerrien und Alicia Merz entpuppt. Das macht „Quatorze Pièces De Menace“ leichter zugänglich als den Vorgänger „Metamanoir“, aber nicht weniger unheilversprechend.
Sascha Bertoncin

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 11/2013.