CD-Rezension / Review / Kritik

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coronatus recreatio carminis

Coronatus
„Recreatio Carminis“
(Massacre/Soulfood)
Seit 1999 sind Coronatus musikalisch am Werk. Bis heute reifte die Stuttgarter Gruppe kontinuierlich und erklingt opulent und druckvoll. Letzteres verwundert nicht, wenn man erfährt, dass Tonmeister Markus Stock (The Vision Bleak) für den Endmix verantwortlich zeichnet. Sagten mir die ersten Erzeugnisse der Band eher weniger zu, so stellt „Recreatio Carminis“ insgesamt eine gute Leistung dar. Das fünfte Album des Ensembles zeigt, dass die Beteiligten mittlerweile imstande sind, ebenso elegante wie durchdachte und vielfältig arrangierte Musik auf die Beine zu stellen. Diesmal ist sogar ziemlich umfangreich orchestriert worden. Der Clou an der Platte sind die drei (!) Frontdamen Carmen R. Lorch, Ada Flechtner und Mareike Makosch. Diese vokalisieren mit merklicher Hingabe, was in den variantenreich angelegten Aufbauten der Scheibe willkommene Abwechslung mit sich bringt. „Recreatio Carminis“ ist regelmäßig und mit Bedacht durchzogen von teils berührend verträumten und ergiebig schwärmerischen Momentaufnahmen, welche oftmals auf klassische Power-Metal-Grundmuster aufgepfropft wurden. Die Vorliebe der Formation für Bands wie Kamelot, Symphony X, Within Temptation und Nightwish scheint auf der Veröffentlichung wiederholt unüberhörbar durch. So können die Stücke diesmal als Gothic Symphonic Metal kategorisiert werden. Erfreulicherweise zeigen sich diese schwäbischen Protagonisten dabei von gestelztem Getue und aufgeplustert pathetischem Selbstdarstellen gezielt distanziert.
Markus Eck

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 11/2013.

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