CD-Rezension / Review / Kritik

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avatarium avatarium

Avatarium
„Avatarium“
(Nuclear Blast/Warner)
Zu welch positivem kreativen Output Vorlieben für Oldschool-Mucke -in diesem Fall den Sound der 60er und 70er- führen können, beweisen Avatarium-Impulsgeber Leif Edling und seine Mannen sowie Vokalistin Jenny-Anne Smith. Der vornehmlich bei Schwedens prominentem Metal-Export Candlemass musizierende Gitarrist rief am Jahresanfang Kollege und Gitarrist Marcus Jidell (Evergrey) an, um eine Platte nach eben diesem Stil zu kreieren: Heavy, aber gleichzeitig auch zerbrechlich, melancholisch und psychedelisch. Schneller als man „retro“ sagen kann, wurde der Trupp mit Lars Sköld (Tiamat), Carl Westhom und Frau Smith komplettiert. Wer sich das Debüt der auf Doom-Pfaden wandelnden Metaller anhört, merkt schnell: Der Plan ist mehr als aufgegangen. Dabei ist es nicht nur die hörbare Erfahrung der Musiker, die Avatarium derart spannend macht. Das Sahnehäubchen stellt die herausragende gesangliche Leistung von Jenny-Anne Smith dar, die spielend leicht zwischen zerbrechlichen, beinahe verzweifelt klingenden und tiefen, impulsiven Passagen wechselt. Für Edlings bildlastige Lyrics hätte es wohl keine adäquatere Umsetzung geben können. Da kann man schon mal feuchte Augen kriegen.
Hannah M. Seichter

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 11/2013.

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