CD-Rezension / Review / Kritik

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agonoize apokalypse

Agonoize
„Apokalypse”
(Out Of Line/Rough Trade)
Das Ende ist nah?! Wenn man den bad boys from Berlin glauben darf, schon. So steigen sie jedenfalls in ihr fünftes Album mit dem trefflichen Titel „Apokalypse“ ein und lassen im Verlauf der 13 Tracks daran kaum Zweifel aufkommen. Die musikalischen Mittel der Wahl sind bewährt: Rhythmische Bässe im Überschlag, sorgsam eingestreute Synthie-Harmonien und natürlich eine äußerst klare Ansprache, die sich in der Tradition der Vorgängeralben kritisch mit der Institution Kirche, der Gesellschaft an sich und dann natürlich der völlig fehlinterpretierten Maya-Weissagung des Weltuntergangs für das Jahr 2012 auseinandersetzt. Auffällig ist, dass sich Agonoize erstmals primär in ihrer Muttersprache artikulieren und ausgerechnet mit dem Track „Deutsch“ dann auch den nächsten Club-Knaller im Gepäck haben. Genau hinhören lohnt sich, denn tatsächlich haben die Hauptstadt-Hellektroniker einiges mehr zu bieten als dumpfes Beat-Geballer. Marc Urban

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 09/2014.

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