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Mono Inc. Symphonies Of Pain

Mono Inc. „Symphonies Of Pain”

(NoCut/SPV)
Der Zeitpunkt lag quasi auf der Hand. Zehn Jahre sind seit Erstveröffentlichung des Albums „Temple Of The Torn“ vergangen, welches zwar nicht das erste Full-Length-Werk der Band darstellt, doch so etwas wie den Startschuss zu einer der erfolgreichsten Karrieren der jüngeren Vergangenheit. Obendrein haben sich die vier Musiker ja vor kurzem in eine längere Kreativpause verabschiedet. Die Band trug sich schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken, ein Album voller Raritäten, versteckter und halbvergessener Songperlen zu veröffentlichen, denn es war erkannt worden, dass sich zum Beispiel unter den etlichen Exklusiv-Tracks so einige befanden, welche viel zu schade zum Verschwinden in der Versenkung sind. So gibt es nun ein Wiederhören mit Halbverwehtem; „Ghost Town Gates“ mag hier erwähnt werden, auch „In My Darkest Hours“ oder „Beggars & Kings“, das mit einem versierten, traditionellen Rock-Gitarrensolo aufwartet. CD 1, jene der Hit-Sammlung, präsentiert einen gelungenen Überblick auf die hymnischen Erfolgsstücke – und es wird offenbar, dass selbst 17 Tracks (genauso viele befinden sich übrigens auf der Raritäten-CD) nicht ausreichen, um das Gesamtbild der Düsterrocker zu vermitteln; so fehlen zum Beispiel Songs wie „Temple Of The Torn“, „Gothic Queen“, „Pain, Love & Poetry“ oder „Revenge“. Dafür aber werden solche Juwelen wie „Teach Me To Love“ oder „Never-Ending Love Song“ geboten: Gänsehautlieder, die eine Zeitlang unberechtigterweise nicht im Scheinwerferkegel standen. Mono Inc. mögen in mehrfacher Hinsicht stolz sein: auf diese hier dargebotene Prachtpalette und auch, wenn sich die Musiker vergegenwärtigen, wie viele Hit-Songs noch nicht mal dabei sind.
Kym Gnuch
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