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2014-monolith crashed

Monolith
„Crashed“
(Hands Productions/Cargo)
Nicht nur privat scheint der Umzug von Belgien nach Berlin für Eric van Wonterghem eine gute Idee gewesen zu sein, auch musikalisch ließen die neuen Impulse nicht lange auf sich warten. Mit „Crashed“ erscheint drei Jahre nach „The Inner Core“ das achte Studioalbum von Monolith, das sich deutlich fokussierter gibt und gleichzeitig mit mehr Rums versehen ist. Die Tribal-Elemente wurden heruntergefahren und einige Schichten abgetragen, um Platz für vielfältige stilistische Beute aus den tiefgelegensten Berliner Techno-Gefilden zu schaffen. Das Resultat bewegt sich zwischen düsterem, minimalem Techno und typisch belgischem Oldschool-Noise. Auch wenn „Crashed“ in Gänze betrachtet etwas ruhiger ausgefallen ist, wirkt der Monolith-Kern mit maximaler Gravitation. „Rotated“ und das Titelstück wälzen sich tonnenschwer mit hypnotischen Loops und krachender Rhythmik aus der Dunkelheit, „I Control Evolution“ ist unterkühlt-klinisch und „Wired“ ein amphetamingetriebener Bastard wie einer geheimen Bunkeranlage zwischen Tresor und Berghain entsprungen. Selbst ein ambientes Stück wie „Dope Traps“ ist noch so intensiv, dass man mit der sich direkt einstellenden Gänsehaut die letzten grauen Fassaden in Friedrichshain abschleifen könnte. Eine großartige Platte, die wieder zeigt, wer zu den Besten des Genres zählt.
Catrin Nordwig


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