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DIVE Underneath

DIVE „Underneath“

(Out Of Line/Rough Trade)
So wirklich hat wohl niemand mehr damit gerechnet, aber hier ist es tatsächlich: ein neues Studioalbum von Dirk Ivens’ Rhythm’n’Noise-Baby DIVE – nach über 13 Jahren und mehr als überraschend! Wieder mit dabei sind Ivan Iusco (Minus Habens) und Rafael M. Espinosa (Geistform); ersterer wirkte seinerzeit bei „Concrete Jungle“ mit, letzterer bei „Behind The Sun“, was in Summe aus „Underneath“ soundtechnisch einen Mix aus genau diesen beiden Album macht. Songs wie das fies-schleichende „From Behind“, das brutale „Sacred Skin“ – mit einem gehörigen „Bloodmoney“-Drive – oder die polternden Midtemponummern „Howling Ground“ und „I Want You“, allesamt megageile Tracks in bester DIVE-Manier, die auch, oder eher vor allem live und im Club richtig knallen werden. Das ist aber nicht alles, was „Underneath“ zu bieten hat: Einige Tracks könnten, ein bisschen anders arrangiert, durchaus als Absolute Body Control-Songs durchgehen wie beispielsweise „Far Away“ oder das zwar sehr poppige, aber zugleich auch ohrwurmigste Stück auf der Platte, „Let Me In“. „Something“ hingegen fällt mit seinem hoppeligen Rhythmus als gänzlich DIVE-untypisch irgendwie komplett aus dem Rahmen; mit ein bisschen gutem Willen kann man Parallelen zum Sound von Portion Control erkennen. Ein etwas inhomogenes Album, fast möchte man von zweigeteilt sprechen – eine Hälfte ballert einem volle Kanne DIVE-typisch in die Fresse, die andere geht als ABC-Ableger durch. Geiles Teil, nur eben ein bisschen anders als erwartet. Immer schön dran denken: Play at maximum volume!
Catrin Nordwig

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