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Beborn Beton

„A Worthy Compensation”
(Dependent/Alive)
Stinklangweilige, innovationslose Synthiepop-Platten, denen vor allem Herzblut gefehlt hat, gab es in den letzten Jahren wirklich ausreichend. Doch jetzt, endlich!, kommt die Rettung, welche den fiesen Grauschleier lupft, billige 4-4-Rhythmen beiseitelässt und ausgelutschten Hooklines die rote Karte zeigt: die Synthiepop-Altmeister von Beborn Beton veröffentlichen mit „A Worthy Compensation“ ihr erstes Studioalbum seit 16 Jahren - wahrlich ein Meisterwerk! Die Band hat aber auch nichts dem Zufall überlassen, vom Sound über die Lyrics bis zum Artwork – hier stimmt einfach alles und es wird sofort klar, dass in dieser Platte viel Zeit, Hingabe und vor allem Können stecken. Sänger Stefan Netschio und seine Kollegen Michael Wagner und Stefan Tillmann präsentieren sich reifer, erwachsener, was der Musik bestens zu Gesicht steht. Der Großteil der Songs ist ruhigerer Natur; Balladen wie beispielsweise „Who Watches The Watchmen“ oder das Titelstück „A Worthy Compensation“ sind aber auch schlicht und ergreifend ganz großes Kino. Mit „Anorexic World“ oder „She Cries“ liefern die drei Herren natürlich auch clubtaugliche Uptempo-Nummern, die sich gekonnt ins Album schmiegen. In diesem Fall darf ausnahmsweise die abgedroschene Floskel bemüht werden: Was lange währt, wird endlich gut. Großartiges Album!
Catrin Nordwig
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