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2014-plastic noise experience therapy

Plastic Noise Experience
„Therapy“
(Alfa Matrix/Soulfood)
Die Veteranen der Szene wissen, was gut klingt. Wenn man bei einem der größten Instrumente-Hersteller der Welt arbeitet, lässt man sich erst Recht kein übersteuertes Peng für ein sattes Rumms verkaufen. Der Trend geht zurück zu analogen Instrumenten, auch in Hamburg , wo Claus Kruse von jeher am Klang seiner Platten feilt. Mit „Reiz und Reaktion“ wagte sich das elektronische Nordlicht weit hinaus in melodisches Terrain und beschränkte sich auf die deutsche Sprache, was viel davon vermissen ließ, was PNE auszeichnete. Die Selbsttherapie der letzten Jahre führte ihn dann aber zurück zu alten Stärken, ziemlich genau nach 1992 zwischen die ersten beiden Album „Transmission“ und „String Of Ice“. Minimalismus und Härte halten Einzug, EBM-Bässe, fauchend bis dämonisch verzerrte Vocals und ganz typische Sounds, die rudimentäre Melodien bilden. Die EP „Control“ von September 2013 versprach fast noch zu wenig: „Mercy“, „Push And Punish“ oder „Communication Breakdown“ machen Dampf, ohne unsinnig brutal zu wirken, wofür vergleichsweise hoch tönende Sequenzen verantwortlich sind. Die Geschwindigkeit wird in anderen Tracks zurückgefahren und die Rhythmen werden geschickt so versetzt, dass eine gewisse Unruhe entsteht. In „Chapter Six“ kommen Flächen hinzu, während das Titelstück an The Klinik angelehnt scheint. „Therapy“ tönt erfrischend alt, genau wie ein Album für den Kern der Fans.
Jörn Karstedt
TRAILER:




www.plasticnoise.de


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