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2014-lyronian crisis

Lyronian

„Crisis“
(Deep Symmetry/Alive)
Lyronian glänzten 2009 mit eingängigen, hervorragend produzierten Songs, einer Mischung aus Synthiepop, Wave und Rock. Neben Ashbury Heights, die damals schon einiges veröffentlicht hatten, war die Band um Sänger Alex Kern in den frühen Nullerjahren einer der interessantesten Newcomer auf diesem Gebiet. Songs wie „Matthew The Clown“ und „Life Is A Show“ vom Debütalbum „Side Scan“ machten Spaß, gingen trotz nachdenklicher Grundstimmung gut nach vorn und blieben in Erinnerung. Fünf Jahre danach melden sich Lyronian mit „Crisis“, neuen Ideen und abermals sehr griffigen, melodischen Liedern zurück. „Auf Wiedersehen“, so heißt die einleitende Nummer, steht nicht für den befürchteten Abgesang, sondern einen Neuanfang - obwohl manche den Songtext vermutlich für weinerlich halten werden und damit nicht ganz Unrecht haben. Doch wie der Name des Albums verrät, geht es auf „Crisis“ nun mal um Krisen und deren Bewältigung. Das gehört zum Konzept. Was Lyronian anzubieten haben, klingt nicht wie das zweite Album eines zwischenzeitlich fast schon in Vergessenheit geratenen Newcomers, sondern sehr ausgereift. Noch etwas ruhiger und besinnlicher als der Vorgänger „Side Scan“, aber letztlich doch überzeugend. Der stärkste Song, „Silver Arrow“, reicht vielleicht nicht ganz an die früheren Glanzlichter heran, hat aber ähnliches Potenzial. Das gilt sowohl für die Originalversion als auch die Remixe von Stahlmann / Sündenklang und Alaska Highway, die auf der limitierten Erstauflage zu hören sind.
Kai Reinbold


TRAILER:




www.lyronian.com

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