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project pitchfork blood

Project Pitchfork
„Blood”
(Trisol/Soulfood)
Nach „Black“ folgt „Blood“. Das klingt fast logisch und nach konzeptioneller Reinheit. Kaum anderthalb Jahre nach dem erstgenannten Werk überwältigt die Band um Peter Spilles ihre Hörer mit einem weiteren Electro-Meilenstein. Das blutige Thema umrahmt konsequent den gesamten Reigen; doch für jeden Song bleibt genug inhaltlicher Raum, um Gedankengänge fernab des Hauptsujets aufzugreifen. Diese Raffinesse wird durch die stetigen Doppeltitel aller Tracks verdeutlicht. Der Opener „Blood-Line (Never)“ besticht sogleich durch treibende Drums von hurtigem Mid-Tempo, gleißend-schreiende Layer, sich wunderbar ineinander schraubende Synth-Cluster und überaus eingängige Vocal-Lines: ein echter Project Pitchfork-Hit! „Blood-Loss (Sometimes)“ überzeugt mit einem Shuffle-Part, Piano-Einschüben und atmosphärischen Momenten; „Blood-Stained (Give Me Your Body)“ mit klassisch-federnden EBM-Basssequenzen, dominanter Bassdrum und einer besonders ‚bösen’ Leadstimme; in „Blood-Money (No More)“ werden, untermauert von kantigen FM-Synthsounds, in großartiger Manier die Stimm-Images variiert. „Blood-Moon (Romance)“ erinnert mit seinen modulierenden Sequenzen und einem Oldschool-Flair an Skinny Puppy; „Blood-Diamond (See Him Running)“, der Geschwistersong zum 2011er Hammer „The Queen Of Time And Space“, mag sich als der größte Tanzflächen-Hit erweisen – falls ihm nicht das treibende „Blood-Game (For You)“ den Rang abläuft; „Blood-Pressure (Just For My Pleasure)“ klingt enorm organisch, „Blood-Lust (Mental Island)“ betört durch seine fast surreal anmutende Klangsprache; „Blood-Stream (Will I Be) durch seine Melodiösität. Blutdurst noch nicht gestillt? Einfach zur Limited Double-Edition greifen.
Kym Gnuch

OUT NOW: Sonic Seducer 10/2014 mit ausführlichem Interview mit Peter Spilles. Auf CD: "Blood Diamond (See Him Running)" von Project Pitchfork.


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