CD-Rezension / Review / Kritik

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Vainerz Patient CD Cover

Vainerz „Patient”

(RGK/NovaMedia)
Mit Vainerz schickt die Reisegruppe Köpenick einen unverbrauchten, aber trotzdem recht erfahrenen Elektronik-Act ins Rennen. Schließlich haben die Protagonisten Mario Förster und Rico Piller das vergangene Vierteljahrhundert für Aktivitäten bei Synth-Pop-Acts wie P24, Never Endless und D-Pressiv genutzt. Auch Vainerz tendiert musikalisch in diese Richtung, wenn auch mitunter mehr zum Future-Pop, wie der Opener „Volcano“ – gleichzeitig auch die Single – sogleich deutlich unterstreicht. Das Berliner Duo orientiert sich musikalisch allerdings mehr an schwedischen Genrevertretern, so dass ein Lied wie „Let Our Love Shine“ auch in einer der Enforsen-Schmieden wie z.B. Elegant Machinery entstanden sein könnte. „Black Heart“ dagegen erinnert an die Frühzeiten von Colony 5. Fehlt Vainerz demnach also die Eigenständigkeit? Nein, das sicher nicht, schließlich sind die erwähnten Parallel-Acts nicht so szene-dominierend, dass man beim Konsum von „Patient“ sofort auf sie schließen würde. Zum anderen ist es eher ein angenehmes Signal, dass hier eine deutsche Synthie-Combo mal nicht wie eine deutsche Synthie-Combo klingt.
Marc Urban

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2018.
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