CD-Rezension / Review / Kritik

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Virgin In Veil Deviances CD Cover

Virgin In Veil „Deviances”

(Danse Macabre/Alive)
Virgin In Veil sind Masquerade mit ausgetauschten Leadvocals - während bei Masquerade Suzi Sabotage singt, hat bei Virgin In Veil Bassist Jacques Saph diesen Part übernommen. Wer nun aber denkt, dass gleiche Bandbesetzung auch gleiche Musik bedeutet, irrt, denn stilistisch gehen die beiden finnischen Bands recht unterschiedliche Wege. Auf dem Debütalbum „Deviances“ von Virgin In Veil gibt es astreinen, minimalistischen Old-School-Deathrock zu hören mit eingängigen Melodien, einer treibenden Rhythmussektion und kühlen Synthieflächen. Acht kurz und knackig gehaltene Stücke, in denen es so gut wie keine Tempowechsel gibt und von den keines länger als drei Minuten ist, lassen atemlos und mit dem Wunsch nach mehr zurück. Punkig, eingängig, gut. Mit seiner dramatisch-überdrehten Stimme bleibt Jacques Saph ebenfalls stilsicher im klassischen Deathrock-Bereich, wobei die Backingvocals von Suzi Sabotage streckenweise für mehr Dichte sorgen. Anspieltipps: „Live Like Suicide“ und „Sexual Sin“ mit dem verstörend-schrägen gesampelten Intro.
Karin Hoog

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 12/2016.
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