CD-Rezension / Review / Kritik

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van canto dawn of the brave

Van Canto
„Dawn Of The Brave“
(Napalm/Universal)
Das fünfte Album der Kehlenkönner kommt reifer, stimmiger und letztlich auch schlüssiger als zuvor rüber. Mit den neuen Kompositionen zeigt das anhaltend immens beflissen agierende Power A-cappella-Ensemble, dass es sich einmal mehr neu erfunden hat. An den Choraufnahmen wurden mehr als 200 Fans beteiligt, was die jeweiligen Parts noch hörenswerter machen kann. Der einmalige und stark auf Harmonien ausgerichtete heroische Stil von Van Canto bleibt also spannend. „The Final Countdown“ von Europe oder Black Sabbaths „Paranoid“ zur Abwechslung mal in ausschließlich gesungenen Versionen zu erleben, hat nicht wenig für sich. Selbst „Holding Out For A Hero“, im 80er-Original von Bonnie Tyler, wird souverän gemeistert. Sämtliche hier zu hörenden Stücke des fünfköpfigen Vokalistenclubs sind bis ins Letzte ausgefeilt worden, die Arrangements versprühen die investierte Liebe in weitem Bogen. Die außergewöhnliche Stimmbanddarbietung wird einmal mehr lediglich von Schlagzeuger Bastian Emig begleitet, der sich reibungslos wie atmosphärisch zuträglich in „Dawn Of The Brave“ einbringen kann. Inmitten des Ganzen thront niveauvoll Lead-Sängerin Inga Scharf, die ständig ganz aus sich herausgeht. Ereignisreich also, wie Van Canto klassisch-episch angerichteten Schwermetall-Klang mit ihren austrainierten Kehlen im wahrsten Sinne des Wortes hervorrufen.
Markus Eck

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2014.

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