CD-Rezension / Review / Kritik

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TC75 Tension CD Cover

TC75 „Tension“

(Razgrom)
Nach drei Maxis im Jahr 2016 setzt der Leipziger Tino Claus seine elektronische Alleinunternehmung TC75 jetzt mit seinem Debütalbum fort. „Tension“ könnte man als die komplexitätsreduzierte Variante seiner Hauptband Amnistia bezeichnen. Und mehr noch: TC75 wirft die Zeitmaschine an und springt ins Belgien der 80er Jahre, als Minimal-Electro von Bands wie Absolute Body Control oder Vomito Negro subkulturell etabliert wurde. Ein Track wie „City Of Ghosts“ könnte ohne Weiteres ebendort und in dieser Epoche entstanden sein. Andere Nummern wie „Ghost In The Machine“ oder „Forge Ahead“ sind etwas voluminöser ausgestattet, atmen aber dennoch den gleichen analogen Geist. Und zwar ein UND aus! Wer etwas mehr Zeit investieren will, kann am Ende von „Tension“ das rund 20-minütige Titelstück auf sich wirken lassen – und hat damit zumindest musikalisch noch mal eine kompakte Inhaltsangabe des kompletten Albums. Eigentlich sollte man dieses aber komplett hören – und am besten immer wieder!
Marc Urban

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2018.
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