CD-Rezension / Review / Kritik

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Theatre Of Masquerade CD Cover

Theatre Of Masquerade „Sehnsucht“

(Echozone/Soulfood)
Dieses Debüt wirkt ein bisschen wie Kraut und Rüben, trotz der - als Gemeinplatz echt etwas überstrapazierten - Adam-und-Eva-Thematik, die konzeptionell alles zusammenhalten soll: musikalisch und auch inhaltlich gibt es eine recht krude Mischung aus Illuminate und Blutengel, sprich die Songs, einige in deutscher, einige in englischer Sprache gesungen, sind inhaltlich ganz schön pathetisch, auch von den Texten sollte man nicht die größten lyrischsten Ergüsse erwarten. Dennoch hat Mastermind Van Adrian, seines Zeichens hauptberuflicher Toningenieur aus Berlin, auf „Sehnsucht“ einige durchaus clubtaugliche Tracks produziert, wie beispielsweise das sehr catchige „Winterstorm“ oder „Genesis“. Das sehr wüste „Berlin“ hingegen ist schwer zu ertragen und wirkt eher wie eine parodistische Performance einer Theatergruppe denn wie ein ernstgemeinter Song auf einem Album. Ein richtiges Highlight gibt es allerdings auf „Sehnsucht“, und zwar das letzte Stück „Bruder“: ein sehr ruhiges Stück, dem der bekannte Synchronsprecher Udo Schenk seine Stimme geliehen hat - sofort erkennbar als die deutsche Stimme von Lord Voldemort aus „Harry Potter“. Doch das allein reißt das Ruder natürlich nicht komplett herum. Kann man anhören, muss man aber nicht.
Leah Weststedt

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 12/2016.
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