CD-Rezension / Review / Kritik

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Qntal VIII Nachtblume CD Cover

Qntal  „VIII-Nachtblume“

(Drakkar Entertainment/Soulfood)
Da sind sie wieder, die Meister des Crossovers zwischen moderner elektronischer Klangerzeugung und historischen Texten. Vier Jahre nach Album No. 7 setzt „Nachtblume“ jene Klangwelt neu ins Licht, die Michael Popp und Sigrid ‚Syrah‘ Hausen schon so lange Zeit wie niemand andere beherrschen. Erweitert um Ideen und Texte der Romantik von Byron oder Eichendorff und sogar Gegenwärtiges aus der Hand von Fantasy-Autor Markus Heitz bleiben sich die Münchner doch im Gesamtbild treu. Syrahs Stimme liegt zauberhaft in die meist melancholisch, verträumte Grundstimmung der Electro-‚Untermalung‘ eingebettet. Eine Ausnahme bildet in diesem Kontext die zweite Single „Die finstere Nacht“, denn hier dominiert Michael Popps verfremdeter Gesang die treibenden Beats, die dem Titel zu einem leicht zugänglichen Charakter verhelfen. Eine exponierte Stellung innerhalb der vielfältigen Kompositionen nimmt weiterhin die Bearbeitung des Mittelalter-Klassiker „A Chantar“ ein. Elektronik-Tüftler und Qntal-Produzent Leon Rodt durfte sich bei diesem Track voll ausleben und schuf einen gnadenlos mitreißenden Groove, dem man einfach nicht widerstehen kann. Manchen mag die Nähe zum Dancefloor stören, aber für mich dürfte es hiervon ruhig mehr sein.
Peter Heymann

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 03/2018.
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