CD-Rezension / Review / Kritik

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Nightwish Decades CD Cover

Nightwish „Decades“

(Nuclear Blast/Warner)
Über zwei Jahrzehnte hinweg beglückte uns eine der erstaunlichsten Bands aller Zeiten bislang mit ihren virtuosen Juwelen: Nun entscheidet sich die weltweit erfolgreichste Symphonic Metal-Soundschmiede dazu, ein Best-Of-Werk herauszubringen, das die 22 essentiellen Nightwish-Hymnen auf zwei fulminanten Alben vereint. Spannend ist, dass die finnisch-niederländisch-britische Formation beschließt, die Stücke chronologisch zu ordnen - so entpuppt sich „Decades“ als ein wunderbar nostalgisches Sounderlebnis mit einer gewaltigen Portion Suchtfaktor. Die Exkursion in die Vergangenheit lässt sich besonders charmant beginnen, wenn man die Scheibe bewusst von hinten nach vorne durchhört, da man so die Chance bekommt, mit der ersten Demonummer „Nightwish“ in diese Zeitreise zu starten, um dann Stück für Stück in der Gegenwart anzukommen. Schließlich gipfelt die Kompilation in dem monumentalen Epos „The Greatest Show On Earth“; ein Stück, das der Gruppe alles abverlangt hat, wie Ausnahmekomponist Tuomas Holopainen schon häufiger betonte. Betrachtet man die Hitdichte, so zeigt sich ein ums andere Mal deutlich, was Nightwish schon alles in ihrer Biografie verzeichnen können, schufen sie doch verdammt viele Lieder für die Ewigkeit: Ob nun „Nemo“, „Sleeping Sun“, „Storytime“, „Amaranth“, „End Of All Hope“, „Dead Boy’s Poem”, „Ghost Love Score“ „Elvenpath“ oder „Èlan”. 22 Songs aus acht Studioalben. Aus Respekt den Tracks und vorherigen Sängerinnen gegenüber gibt es keine Neuaufnahmen mit Floor und Troy. Ein faszinierender und vor allem originalgetreuer Trip durch zwei Dekaden Nightwish, der Lust und Laune macht, wieder in die alten Werke reinzuhören. Zauberhaft.
Jasmin Froghy

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2018.
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