CD-Rezension / Review / Kritik

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Machine Head Catharsis CD Cover

Machine Head „Catharsis“

(Nuclear Blast/Warner)
Donnerlittchen, das ist mutig! Machine Head verwehren sich dem ewigen Fan-pleasing und schlagen mit „Catharsis“ neue Wege ein. Zwar sind die Kalifornier weder unter die Flamenco-Jazzer gegangen noch offerieren sie Synth-Pop; für ihre Verhältnisse lehnen sie sich aber ziemlich weit aus dem Fenster. Und tun gut daran: Nachdem die letzten Werke eigentlich alles in Sachen epischer Härte gesagt haben, war es höchste Zeit für einen Neustart. Der kommt ziemlich groovebetont daher, zitiert die gute alte Zeit des Crossover ebenso wie die knackige Wucht der frühen Scheiben und schert sich einen Dreck um Erwartungshaltung. 15 Songs in 75 Minuten, da ist natürlich nicht jede Nummer eine Offenbarung. Vom einschüchternden Titeltrack bis zum Protestsong „Bastards“ haben die Kerle um Sänger Robb Flynn auf Album neun aber jede Menge ausgezeichnetes Material zwischen Groove Metal, Thrash und Stadion in petto. Und klingen so ungestüm, hungrig und direkt wie zuletzt vor 20 Jahren.
Björn Springorum

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 02/2018.
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