CD-Rezension / Review / Kritik

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johannes motschmann electric fields


Johannes Motschmann
„Electric Fields“
(Neue Meister/Berlin Classics)
Nach Federico Albanese veröffentlichen Berlin Classics auf ihrem Neue Meister Sublabel Johannes Motschmanns „Electric Fields“. Motschmann, studierter Komponist, Pianist und Elektroniker, führt hier zwei der großen musikalischen Stränge zusammen: Klassik und elektronische Musik. Im Trio mit David Panzl (Percussion) und Boris-Alexander Bolles (Elektronik und Violine) lädt Motschmann zur Fahrt durch das nächtliche Berlin. Eine Wurlitzer und ein CP-70 Piano geben den hämmernden Rhythmus vor, aus analoger Hardware fließen Arpeggios und warme Flächen. Die deutlichen Referenzen an die elektronische Musik der 70er Jahre ist offensichtlich und gewollt, auch wenn der ein oder andere Bezug auf spätere Ausprägungen von New Wave bis Techno unüberhörbar ist. Auf kompositorischer Ebene verlässt Motschmann sich ganz auf sein gelerntes Handwerk und etablierte Kompositionsmethoden und bindet „Electric Fields“ hiermit an das Feld der klassischen Musik an. Hörenswert – auch und speziell für jene, die mit zeitgenössischer Elektronik aus der Welt der E-Musik bislang auf Kriegsfuß standen.
Sascha Bertoncin

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 04/2016.


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