CD-Rezension / Review / Kritik

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midnight eternal midnight eternal

Midnight Eternal
„Midnight Eternal”
(Inner Wound Recordings/Alive)
Mit der gleichnamigen Platte präsentieren Midnight Eternal nun ihr starkes Debüt und das weiß definitiv zu überzeugen, vermögen es die fünf Musiker aus New York City doch, ein ebenso abwechslungsreiches wie anspruchsvolles und vor allem individuelles Album aus der Taufe zu heben. Noch interessanter wird die Geschichte, wenn man erfährt, dass für das Projekt zu Beginn lediglich zwei Demosongs geplant waren und sich dann im Verlauf alle Mitglieder der Aktion einig waren, dass hier ihre neue Band geboren wurde. Diese Leidenschaft und auch das Herzblut, mit dem das Quintett bei der Sache ist, hört man dem Erstlingswerk deutlich an: Die zwölf Nummern strotzen nur so vor Energie und Spielfreude, besitzen wahnsinnig schöne Melodiebögen und catchy Refrains, die sofort ins Ohr gehen. Die Symphonic Metal-Combo schwört auf Kontraste, verbindet bittersüß anmutende, verspielte Klangkaskaden mit krachenden Gitarren, die auf Double-Bass-Attacken treffen. Der Opener „´Till The Bitter End“ leitet jenes verführerische Spiel der gegensätzlichen Elemente ein, das sich in kraftvollen Tracks der Marke „When Love And Faith Collide“, „Like An Eternity“ oder dem epischen „The Lantern“ konsequent fortsetzt. Insbesondere die auffallende Stimmfarbe von Sängerin Raine Hilai komplettiert die Songs auf perfekte Weise, wenn sie manchmal mit nahezu kindlichem, fragilem Gesang verletzliche Nuancen setzt, dann in den glasklaren Sopran wechselt und im nächsten Moment voller Power ihre Emotionen in die Stücke transportiert. Alles in allem ein wirklich gelungenes Debüt der US-Combo und für Fans von Delain, Sirenia, Kamelot oder auch Xandria eine spannende Neuentdeckung 2016.
Jasmin Froghy

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2016.


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