CD-Rezension / Review / Kritik

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mantar ode to the flame

Mantar
„Ode To The Flame“
(Nuclear Blast)
Schöngeister sollten tunlichst weghören, denn hier schwingt der widerliche Schmutzgott das Zepter! Auf ihrem zweiten Album machen die zwei norddeutschen Trommelfellbohrer erneut keinerlei Kompromisse. Drummer Erinç mitsamt Schreihals und Axeman Hanno schonen niemanden, am allerwenigsten sich selbst. Und Mantar bringen mit ihrem gigantisch räudigen Extreme Metal das richtig seltene Kunststück fertig, mit völlig eigener Identität auch noch richtig gut zu sein! „Ode To The Flame“ bietet auf zehn drückend brachialen Musterbeispielen einen stinkend brodelnden Giftsud, der es mächtig in sich hat. Die betont unreine Rezeptur der Überzeugungstäter entfaltet ihre Wirkung schnell. Denn die Songs kommen einfach jederzeit voll auf den Punkt. „Ode To The Flame“ besteht aus staubiger Sludge-Lässigkeit, abgründiger Doom-Verheerung und viehischen Death Metal-Gemeinheiten. Eine heftig mit reingerotzte Prise Punk-Aufmüpfigkeit wirkt dazu passend abrundend. Sämtliches Material weist eine ganz eigene, auf gewisse Weise einzigartige Klasse auf. Aber der herausragende Hit dieser apokalyptisch klingenden Scheibe ist ganz klar das nicht nur rhythmisch eingängige „Era Borealis“, eine heftig hämmernde Hymne für die Ewigkeit. Markus Eck


Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2016.


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