CD-Rezension / Review / Kritik

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the ministry of wolves happily ever after

The Ministry Of Wolves
„Happily Ever After“
(Mute/GoodToGo)
Im Reich der Märchen gibt es keine Grenzen, denn es ist ja schließlich das Reich der Fantasie. Insofern überrascht es nicht, dass auch The Ministry Of Wolves innerhalb eines halben Jahres nach dem Debüt mit neuen Märchen-Songs aufwarten können. Das Projekt von Alexander Hacke (Einstürzende Neubauten), Mick Harvey (Nick Cave & The Bad Seeds), Danielle de Picciotto und Paul Wallfisch (Botanica) wurde ins Leben gerufen, um den Soundtrack fürs Theaterstück „Republik der Wölfe“ in Dortmund zu gestalten. Das basiert auf Anne Sextons „Transformations“, das sich wiederum auf die Märchen der Brüder Grimm bezieht. Allerdings gibt es zwei Songs, „The 12 Dancing Princesses“ mit seiner epischen Länge von 13 Minuten und „The Wonderful Musician“, zum ersten Mal zu hören. Einige der Songs auf „Happily Ever After“ waren schon auf dem Debüt zu hören, wurden nun aber ins Deutsche übertragen: „Die weiße Schlange“, „Der goldene Schlüssel“ und „Der Froschkönig“. Wie schon der erste Teil erweckt die Musik des Wolfsministeriums einen merkwürdig verzauberten, verwunschenen Eindruck. Am besten kann man sich davon überzeugen, wenn im Oktober in Dortmund die „Republik der Wölfe“ wieder aufgeführt wird. Und am 11. Oktober kommen die Wölfe auch für eine Vorstellung an die Volksbühne in Berlin.
Georg Howahl

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 10/2014.


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