CD-Rezension / Review / Kritik

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mogwai come on die young

Mogwai
„Come On Die Young“ (Deluxe Edition)
(Chemikal Underground/Rough Trade)
Im Jahresrückblick 2012 unter anderem ein Thema: Bands, die richtungsweisende Alben anlässlich ihres Jahrestages nochmals auflegen. Zu diesen gehören inzwischen auch Mogwai, deren zweiter Longplayer 2014 sein 15. Jubiläum begeht. Zeit also für einen Re-Release von „Come On Die Young“, einer Platte, die die Schotten gegenüber dem 1997er Debüt „Mogwai Young Team“ von einer verhältnismäßig ruhigen Seite zeigt. Nichtsdestotrotz haben wir es hier mit einem frühen Klassiker des weitgehend instrumentalen Post-Rock zu tun – wie früh, verdeutlicht der von der seinerzeit grassierenden IT-Umstellungspanik inspirierte Songtitel „Year 2000 Non-Compliant Cordia“. Doch auch des Weiteren gibt es ein erfreuliches Wiederhören mit dem pöbeligen Iggy-Pop-Intro von „Punk Rock:“, dem Vocoder-Schleicher „Cody“ und natürlich dem bombastischen Zehn-Minuten-Brocken „Christmas Steps“. Damit nicht genug: Eine zweite CD enthält rare Demos, Ausschnitte aus den Cava-Sessions der Band, Liveaufnahmen sowie drei Tracks, die zuvor nur im Rahmen der EP-Reihe „Travels In Constants“ beim Brooklyner Label Temporary Residence erschienen waren. Und wer findet, dass das gute Stück als digitaler Tonträger doch etwas mickrig aussieht, auf den wartet eine schicke Vinyl-Box mit vier schweren LPs und A1-Poster. Es gibt halt Dinge, die man kaufen sollte, bevor man stirbt.
Thomas Pilgrim

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 09/2014.

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