CD-Rezension / Review / Kritik

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The Exploding Boy Alarms CD Cover

The Exploding Boy „Alarms!“

(Drakkar/Soulfood)
The Exploding Boy vollbringen ein Kunststück, das nicht viele Acts beherrschen: einen sofort mit den ersten Sounds eines neuen Albums so dermaßen zu hooken, dass dieses garantiert auf Wochen (oder Monate) erst mal nicht aus dem Player verschwindet – und zwar ohne langweilig zu werden. Kein Wunder: auch nach fünf Jahren Releasepause liefern die nun zu sechst agierenden Schweden ein absolutes Brett in Sachen Post-Punk – oder besser: Post-Pop – ab und knüpfen nahtlos da an, wo sie 2013 mit „Four“ aufgehört haben. Alleine der Opener „Fireland (The End Of Dark City)“ lässt den Fan aufhorchen, steht er doch musikalisch und inhaltlich mit den auf früheren Alben veröffentlichten Tracks „Dark City“ und „Dark City pt. II“ in Verbindung. Es fällt ansonsten schwer, hier Highlights hervorzuheben – jeder, wirklich jeder einzelne Track ist eins für sich. Ob die vorab ausgekoppelte, ohrwurmige Single „Run Red“, das fast schon britpoppige, dezent an Acts wie Suede oder Supergrass erinnernde „Stop Clock“, das gewaltige „Danger Zone“, die Schwedenpop-Perlen „O.H.M.Y.G.O.D.“, das über-tanzbare, post-punk-2.0ige „Sign O‘ The Times“ – die Liste ist lang. Als Ausklang gibt es das atmosphärisch-mitternachtssonnige „11.59“, welches eigentlich auch fantastisch mit Morten Harkets Stimme funktionieren würde. Und dann alles noch mal von vorne. Und nochmal.
Catrin Nordwig

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2018.
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