CD-Rezension / Review / Kritik

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Dead Leaf Echo Beyond.Desire CD Cover

Dead Leaf Echo „Beyond.Desire“

(Reptile Music/Moon Sounds/Altone)
Verträumter als hier hallen die Gitarren derzeit nirgends, es ist fast so, als wäre diese Dreampop-Band eine einzige Hommage an die große Zeit von 4AD. Mit ein paar herausstechenden Merkmalen: Die Stimme von Sänger LG Galleon wirkt oft, als wäre Rozz Williams (wenn der Christian-Death-Sänger nicht schon seit 20 Jahren tot wäre) herübergewechselt ins Shoegaze-Genre. Hinzu kommt die himmlische Hintergrundstimme von Gitarristin und Keyboarderin Ana B., was in der Regel wundersam verträumte Duette hervorbringt. Sich durch dieses Album zu hören, ist ein wenig, als ob man durchs Plattenregal mit den Shoegaze-Lieblingen geht, hier ein bisschen My Bloody Valentine, dort ein wenig Slowdive, leichter Widerhall von Swervedriver, dann wieder ein Fitzel, der von Ride zu stammen scheint. Und der Titeltrack „Beyond.Desire“ lässt einen an The Cure mit „Desintgration“ denken. Ein gutes, facettenreiches zweites Studioalbum ist Dead Leaf Echo da gelungen.
Georg Howahl

Rezension aus Sonic Seducer, Ausgabe 05/2018.
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